Das alles sind wir! (unreleased)

“Das alles sind wir!” ist der Titel der ersten CD, die der Düsseldorfer Verein “Lama-Musik – Verein zur Förderung musikalischer Vielfalt e.V.” herausbringt. Zu hören gibt es 13 Stücke von Musikerinnen und Musikern, die alle schon für Lama-Musik ein oder mehrere Konzerte gespielt haben. Den zwölf Liedern und einem Lesestück ist eines gemein, sie sind bisher unveröffentlicht, einige Songs wurden sogar extra für diese Zusammenstellung aufgenommen.

Mit dabei sind: Hello Piedpiper (Köln), Binoculers (Hamburg), Philipp Süß (Krefeld), SonMoon (Hamburg), Great Dynamo (Düsseldorf), Mark Hochstein + Määr (Düsseldorf/Olpe), Light+Sound (Düsseldorf), Der Don und Daniel (Hamburg), K.C. McKanzie (London), Colin Wilkie + Shirley Hart (Pfaffenhofen), Martini (Dortmund), Erntezeit (Bremen/Olpe), Black Ribbon (Wiesbaden). Musikalisch heißt das Folk, Neo Folk, Singer/Songwriter, Electro, Indie, Volkslied.

Unseren Verein gibt es seit 2010 und wir haben schon über 40 Konzerte und Lesungen durchgeführt. In diesem Jahr gab es zudem eine Ausstellung in der Buchhandlung BiBaBuZe mit den besten Fotos unserer Veranstaltungen. Gegründet haben wir uns um die Situation der Musikerinnen und Musiker auf Tour zu verbessern. Ein weiterer wichtiger Antrieb ist die Gestaltung des eigenen kulturellen Umfelds.

Die CD soll auf unseren Konzerten verschenkt werden. Wir hoffen dadurch die Musik, die wir so lieben zu verbreiten und Lust zu machen auf selbstbestimmte Kulturarbeit. Aber die CD soll vor allem ein Geschenk an uns und unsere befreundeten Musikerinnen und Musiker sein.

“Das Alles sind wir!” gibt es zum ersten Mal am 22. Oktober 2013 auf dem Doppelkonzert von Binoculers und Black Ribbon in der Buchhandlung BiBaBuZe. Weitere Infos zum Konzert und alles Weitere zu unserer Veröffentlichung gibt es unter www.lama-musik.de

 

1. Colin Wilkie + Shirley Hart – Will ye go lassie go? (trad.)

Live in Pforzheimer Jazz Club 1966, Recorded by: Hese Schroeter

Colin Wilkie hat im vergangenen Jahr das erste Mal für uns gespielt. Er und Klaus Weiland haben bei uns zu Hause übernachtet und wir waren ganz schön aufgeregt zwei Folk-Helden zu beherbergen. Colin wurde im Zimmer meines älteren Sohnes Janusz untergebracht und ihm fiel ein Poster von Johnny Depp als Jack Sparrow auf. Colin (78) fragte Janusz (11) anschließend mit seinem englischen Akzent: “Hast du auch gesehen, Sleepy Hollow?” Janusz: “Nein. Ich darf doch nicht.” Ich: “Aber Colin, die Köpfe!” Colin: “Aber, das ist doch nur so eine Metapher!” Manche Geschichten bleiben. Für unsere CD ist Colin in sein Archiv gestiegen und hat uns diese wundervolle Liveversion geschenkt, die er gemeinsam mit seiner Ehefrau Shirley Hart singt.

http://colinwilkie.de/

http://www.youtube.com/watch?v=2fu6VLaiPWk (Me and Nikki)

 

2. Black Ribbon – Sparks (T. + M.: Nadja Rüdebusch)                                                

Black Ribbon, alias Matthias Jobst Feit, hat November 2012 zum erstenmal für uns gespielt. Ein weiteres Debüt war, dass wir das Second-Hand-Café Liber Frank erstmals als Spielort ausprobiert haben. Was soll ich sagen, es war sehr sehr schön. Als ich meine Anfragen bezüglich dieser CD losgeschickt hatte, hatten er und Binoculers dann die Idee sich gegenseitig zu covern. Meiner Ansicht nach ein mehr als geglücktes Experiment.

http://www.blackribbonmusic.com/

 

3. Der Don und Daniel – Kreis (T. + M.: Deniz Jaspersen, Daniel Koch)    

Wenige Monate bevor das zweite Album der Band Herrenmagazin rauskam, durfte ich zwei Abende mit deren Sänger Deniz Jaspersen veranstalten. Seit dem haben wir uns noch oft auf Konzerten getroffen und er hat mit seinem Nebenprojekt Der Don und Daniel auch schon in Bremen, Düsseldorf und Siegen für uns gespielt. Und jetzt? Jetzt warten wir, dass sie endlich wiederkommen.

https://www.facebook.com/pages/Der-Don-und-Daniel/202486053112767

http://www.youtube.com/watch?v=4E07def3DOI (Istanbul)

 

4. Erntezeit – Wenn alle Brünnlein fließen (trad.)

Erntezeit war die Keimzelle, aus der Lama-Musik hervorgegangen ist. Erntezeit war der Zusammenschluss von zwei Solokünstlern und zwei Duos. Vier Musiker die ihre besten Lieder an einem Abend auf die Bühne brachten und damit in zwei Jahren in Folge für je acht Termine in acht Tagen auf Tour gingen. Die Erlebnisse auf Tour, es waren ja nicht nur gute, sind ein Grund für die Gründung unseres Vereins. Ein anderer ist, dass wir bei der Tourplanung gemerkt haben, wir können auch verdammt gut organisieren! Gesang: Lars Gerhardt, Banjo: Mark Hochstein, Gitarre: Michael Hunold, Drums: Lukas Nagel, Klavier: Silke Frost

http://www.youtube.com/watch?v=IFxT05kWbTI

 

5. Great Dynamo – Losing to it (T. + M.: Hauke Schmidt) 

Hauke Schmidt aka Great Dynamo ist ein Monolith. Er spielt sich den Arsch ab, nimmt ein Jahr DIY-Musikerleben auf Video auf, organisiert Konzerte und wie es scheint so nebenbei ist er einer der Hauptpersonen der Musikmesse “New Düsseldorf Pop”. Ein Mensch, der Musik lebt und sich immer wieder neu begeistern kann.

http://www.greatdynamo.com/

http://www.youtube.com/watch?v=NTRlbuD9kvs (Sad Corduroy)

 

6. Light+Sound – Mr. Moon (T.: Franziska Geiß, M: Franziska Geiß, Lukas van Bentum)

Der erste Auftritt von Light+Sound für Lama-Musik fand als Vorgruppe für K.C. McKanzie im Petit Papillon statt. Lukas und Franziska spielten an dem Abend nur Coversongs, konnten aber bereits ein Jahr später sehr schöne eigene Nummern mit ins Programm nehmen. Es ist eine wahre Freude solchen Entwicklung aus der Nähe mitzuerleben. Das wohl beste Beispiel gibt es hier auf unserer CD.

 

7. Hello Piedpiper – In Junkers Kneipe (trad.)

Mein Freund Julian Janisch sagte mal zu mir: Ich mache da gerade ein paar Termine für Hello Piedpiper, guter Typ, würde zu euch passen, hör doch mal rein. Im gleichen Jahr spielte Hello Piedpiper dann für Lama-Musik in Bremen, Düsseldorf und Siegen. Für mich war sein  gemeinsamer Auftritt mit Sven Panne im VEB in Siegen der Höhepunkt. Ein rauschendes Fest! Fabio hatte mir eine Neuaufnahme seiner Interpretation vom Edelweißpiraten-Lied “In Junkers Kneipe” versprochen. Hat leider nicht geklappt, doch auch sein Demo rührt mich immer wieder zutiefst. Ist alles gut so!

http://www.hellopiedpiper.com/

http://www.youtube.com/watch?v=d43BTaAjSOY (The Pawn that beats the Drake)

 

8. Philipp Süß – Anti-Nationalhymne (T. + M.: Philipp Süß)           

Phillip Süß zweifelt, aber er gibt nicht auf. Seine Musik ist eigen und seine Texte kann man wohl getrost kompromisslos nennen. Der Sänger, Veranstalter und vor allem Freund legt mit der Anti-Nationalhymne ein Stück vor, das zum Lied einer Bewegung werden könnte – sollte. Ob Philipp aber dann Teil oder gar Anführer dieser Bewegung würde, daran darf man ruhig zweifeln!

http://www.youtube.com/watch?v=ihKCZjXvpns (Sklave auf den Spannungsfeldern)

 

9. Binoculers – Penguin Love (T. + M. Matthias Jobst Feit)                                         

Binoculers trägt die Lama Krone. Keine andere Künstlerin oder Künstler hat mehr Konzerte für uns bestritten. Wir haben über die Jahre schon vieles erlebt, darunter ein furioser Abend im Petit Papillon und leichte Depressionen in Freudenberg. Nicht zu vergessen auch die beiden Abende gemeinsam mit Rampensau Deniz Jaspersen im FFT Düsseldorf und VEB Siegen. Dass Nadja jetzt auch das erste Konzert zu unserer CD-Veröffentlichung spielt ist somit nur die logische Schlussfolgerung!

http://www.binoculers.de/

http://www.youtube.com/watch?v=b94GpH01ugw (Monsters)

 

10. Mark Hochstein + Määr – Panama (T. + M.: Mark Hochstein)  

Mark Hochstein gehörte schon zur Erntezeitbesetzung und somit zum direkten Lama-Umfeld. Seine Singer/Songwriter-Perle Panama wird hier von der Improvisationsband Määr aufgebrochen, die schon zwei Lesungen zu den Themen Exil und Vergessen kongenial veredelten. Määr sind: Holger Mertin (Rhythmusapparat, Hang), Matthias Kunst (Bass, Kontrabass, Mundharmonika), Michael Hunold (Gitarre & Sitarre), Dominik Schneider (Blasinstrumente & Akkordeon)

http://www.markhochstein.com/

 

11. K.C. McKanzie – My Boy (T. + M.: K.C. McKanzie)   

K.C. McKanzie war das erste Konzert, das unter dem Label “Akustik-Highlights” im VEB in Siegen stattfand. Die Qualität der Songs, aber auch des Auftritts haben somit die Latte sehr hoch gelegt. K.C. und ihr Bassist und Allrounder Budi sind zudem extrem nett und daher selbstverständlich immer wieder herzlich willkommen. Mit My Boy haben wir dankenswerterweise ein Stück bekommen, das hoffentlich auf dem nächsten Album landen wird, denn es ist sehr gut.

http://kcmckanzie.com/

http://www.youtube.com/watch?v=jN3ZzqGnO3k (Machinegunfire)

 

12. SonMoon – Dandelion Seeds (T. + M.: Daniel Gädicke)              

Hinter SonMoon steckt Daniel Gädicke, eine Hälfte von XRfarflight. XRfarflight durfte ich viermal veranstalten und es war immer großartig diese tolle Musik zu hören und Zeit mit diesen lieben Menschen zu verbringen. XRfarflight haben sich 2012 leider aufgelöst, umso besser, dass wir hier das erste Stück des Folgeprojekts präsentieren dürfen!

http://www.youtube.com/watch?v=lB7Bn6LGwjA (Freq. Ghost)

 

13. Martini -  Das Monster und der antiquarische Dachs           

Wolfgang Kienast aka. Martini ist ein Tiefstapler. Kennengelernt haben wir ihn als Organisator der Ekamina-Reihe im Sissikingkong in Dortmund. Dort macht er jeden Dienstag musikalisches oder literarisches Programm. Wir waren zweimal mit der Erntezeit bei ihm zu Gast und es waren für mich immer die Tourhöhepunkte. Erst später erzählte er mir, dass er auch Monstergeschichten schreibe. Eine eigene wundervolle, skurrile Welt – und am Ende wird der Fuchs gefressen. Sein bisher unveröffentlichter Text “Das Monster und der antiquarische Dachs” wurde in Ermangelung eines digitalen Aufnahmegerätes als Telefonlesung aufgezeichnet. Da wird aus der Notlösung ein großer Coup!

http://monstergeschichten.de/

Cover: Das Layout des Covers hat glücklicherweise Kristine Hetzel übernommen. Etwas Besseres hätte uns wohl nicht passieren können!

Fotos: Die auf dem Cover verwendeten Fotos stammen von Daniela Buchholz aus Bremen und Selda Köksal aus Düsseldorf. Beide Fotografinnen waren auch schon an unserer Ausstellung „Pretty little thing“ beteiligt, die von April bis Ende Mai in der Buchhandlung BiBaBuZe zu sehen war.

Logo: Unser Lama hat Jakob Berg (bei Entstehung der Zeichnung 7 Jahre alt) für uns gestaltet.

Master: Das Mastern hat mit viel Geduld und ebenso viel Liebe zu Detail Mark Hochstein übernommen. Mark hat zudem die Songs von Light+Sound und Philipp Süß, die von Lars Gerhardt in meinem Keller aufgenommen wurden, gemischt. Die Story um die Monsteraufnahme muss Mark dann schon selbst erzählen.

Presswerk: Die Herstellung des Albums bewerkstelligt ServiceLabel aus Düsseldorf. Kompetent und nett, da fühlt man sich gut aufgehoben!

http://www.servicelabel.de/

Finanzierung: Neben sehr viel Eigeninitiative benötigt man doch noch ein paar Finanzmittel um so ein Projekt zu realisieren. Die CD-Produktion wird komplett aus den Mitgliedsbeiträgen des Vereins bezahlt. Kein Sponsoring und keine Förderung durch Kulturamt oder ähnliches. Long live the small and independent!

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